Mein erster Halbmarathon

Im vorigem Artikel habe ich euch beschrieben wie so mein erster Lauf „gelaufen“ ist, nun kommt auch schon die Geschichte zu meinem ersten Halbmarathon.

Bei Fitness, Sport und Abnehmen musst du dir einfache klare Ziele setzen um etwas zu haben nachdem du streben kannst.

So habe ich mir vor einigen Monaten das Ziel gesetzt 2016 einen Marathon zu laufen. Das erste große Zwischenziel sollte 2015 ein Halbmarathon sein.

Ich vor dem ING Marathon in Luxemburg 2015
Ich vor dem ING Marathon in Luxemburg 2015

Um genau zu sein, der ING Night Marathon 2015 die 10. Auflage des Marathon der durch die Luxemburger Hauptstadt führt. Praktischerweise wohne ich dort ;-). Daher kannte ich auch alle Streckenabschnitte aus meinen eigenen Trainingsläufen sehr gut. Ich hatte mir einen kleinen Trainingsplan zurechtgelegt mit dem ich es schaffen sollte als Anfänger einen Halbmarathon in 2:20 Stunden zu bewältigen. Manch ein Hobbysportler denkt jetzt vielleicht: „Was ist das denn für ein lächerliches Ziel, 2:20 Stunden für einen Halbmarathon?“
Für mich als übergewichtiger Anfänger war die große Herausforderung den Halbmarathon überhaupt fertig zu laufen. Ich wusste schlichtweg nicht ob ich die 21km am Stück laufen kann, als ich mir das Ziel gesetzt habe. So muss sich jeder seine eigenen Ziele setzen, die nicht zu klein aber noch mit etwas Anstrengung zu erreichen sind.

Einige Wochen vor dem großen Ziel des Halbmarathons galt es einen langen Lauf zu absolvieren. Ich hatte schon über 15 km hinter mir und fühlte mich immer noch ziemlich gut, so fasste ich den Entschluss: „Probier mal 21km im Training durchzuziehen.“

Und ich bin sie durchgelaufen 🙂 so hatte ich die Gewissheit dass ich die Distanz beim ING Night Halbmarathon durchhalten konnte.

Als der große Tag dann gekommen war, war ich dennoch recht nervös, habe mich aber auf das Lauf-Event sehr gefreut. Ich bin also zu den „Luxexpo Hallen“ auf dem „Kirchberg“, wo die Start- und Ziellinie war um meine Wechselklamotten abzugeben und meine Position in der Startaufstellung einzunehmen. Dort stand ich natürlich ziemlich hinten. Der Start rückte immer näher und dann kam ER, der langersehnte Startschuss und wir Alle…. blieben stehen.

Hier zwei kleines Panoramen, mitten in der Startaufstellung beim ING Night Halbmarathon. Ich war echt erstaunt dass es soviel Läufer in die Hauptstadt verschlagen hatte um am Marathon Teilzunehmen.

Ein Panorama aus der Startaufstellung des ING Marathon Luxemburg
Ein Panorama aus der Startaufstellung des ING Marathon Luxemburg
Ein Panorama auf dem Weg zur Startaufstellung
Ein Panorama auf dem Weg zur Startaufstellung

Denn zuerst mussten mal die Massen an Läufern, die vor uns waren loslaufen bis wir dann endlich mit losgehen loslegen konnten. Als wir denn gehender weise bei der Startlinie angekommen waren, hatten wir endlich genug Platz vor uns, so dass wir langsam auch daran denken konnten mit laufen zu beginnen 😉

Ich probierte das Ganze langsam anzugehen um gut durchzukommen, es dauerte ein wenig bis ich mein Tempo gefunden hatte aber dann ging es konstant und zielstrebig wie auf Schienen Richtung Ziel.

Zu Orientierung, hier mal eine Karte der Stadt Luxemburg mit der gelaufenen Strecke samt der Kilometer-Markierungen und den wichtigsten Punkten.
Zu Orientierung, hier mal eine Karte der Stadt Luxemburg mit der gelaufenen Strecke samt der Kilometer-Markierungen und den wichtigsten Punkten.

 

Im Höhendiagramm der Strecke sieht man, dass der Halbmarathon trotz der zerklüfteten Hauptstadt nur sehr leichte langgezogene Steigungen hat, da die Streckenführung nicht durch die Täler geht.

Das Höhendiagramm des ING Night Marathon 2015
Das Höhendiagramm des ING Night Marathon 2015

 

 

Die Halbmarathon-Strecke schlängelte sich über den Kirchberg an den Gebäuden der Banken und der europäischen Einrichtungen entlang. Dann ging es über die „Rote Brücke“ den „Limpertsberg“ auf der einen Seite hoch und auf der anderen Seite runter, wieder Richtung „Glacis“, danach durch den Park in die Altstadt und am Palast des Luxemburger Großherzogs vorbei. Auf dem großen Marktplatz am altem Gemeindehaus der Stadt Luxemburg trennten sich dann die Wege der Halbmarathon-Läufer und der Marathon-Läufer. Das wurde den Läufern gut sichtbar gemacht, durch einige Damen mit Schildern in der Hand, die sich frühzeitig in der Mitte der Strecke positionierten und den Läufern anzeigten ob sie sich rechts oder links halten sollten um die richtige Abzweigung für den Halbmarathon oder den Marathon zu nehmen. Da ich vorher nicht genau wusste wie die Trennung von Marathon und Halbmarathon Läufern vonstatten gehen sollte hatte ich hier ein wenig Angst, im Eifer des Gefechts auf einmal auf der Marathonstrecke zu landen. Aber diese Sorgen waren Gottseidank unbegründet. 🙂

Dort wurde auch dieses Foto von mir aufgenommen mit dem Großherzog Palast im Hintergrund.
Dort wurde auch dieses Foto von mir aufgenommen mit dem Großherzog Palast im Hintergrund.
In der Altstadt wurde glücklicherweise auch dieses Foto von mir aufgenommen, das es sogar in das Luxemburger Magazin „Revue“ als „Bild der Woche" schaffte :)
In der Altstadt wurde glücklicherweise auch dieses Foto von mir aufgenommen, das es sogar in das Luxemburger Magazin „Revue“ als „Bild der Woche“ schaffte 🙂 Foto: Jeff Lahr / REVUE

Danach ging es am Park vorbei wieder in Richtung „Roter Brücke“ um auf den „Kirchberg“ zu gelangen. Dort wartete dann an den Hallen der „Luxexpo“ der Zieleinlauf. Wobei die letzten Meter des Zieleinlaufes auf beiden Seiten mit Kerzen dekoriert waren.

Entlang der Strecke hatten sich erstaunlich viele Menschen eingefunden um die Läufer anzufeuern und es gibt nichts motivierenderes als ein kleines Kind, das am Streckenrand steht und von den Läufern ein High Five will. Für die gute Stimmung entlang der Strecke sorgten, neben gutem Wetter ausserdem verschiedene Musiker. Komplett von Knieschmerzen wurde ich leider nicht verschont aber es hielt sich alles in Grenzen. Ich hatte es sogar geschafft die kompletten 21,0975 Kilometer des Halbmarathons durchzulaufen und musste nicht ins Gehen wechseln.
Das zeigte mir, dass ich meinem Körper nicht zu viel zugemutet hatte und mir meine Energie gut eingeteilt hatte.

Nach der letzten Versorgungsstation habe ich meine letzten Reserven mobilisiert und konnte mein Tempo noch steigern, so bin ich noch an so manch anderem Läufer vorbeigezogen und müde aber glücklich ins Ziel eingelaufen und konnte stolz meine „Finisher-Medaille“ entgegennehmen.

Finisher-Medaille des ING Night Halbmarathon 2015
Finisher-Medaille des ING Night Halbmarathon 2015

Finishermedaille_ING_Night_Marathon_2015_Rueckseite

 

Gebraucht habe ich 2:10:34 Stunden und habe somit mein selbst gestecktes Ziel von 2:20 Stunden locker unterboten 🙂
Jetzt konnte das nächste Ziel in Angriff genommen werden; 30 km am Stück!
Aber das ist eine andere Geschichte 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*